Senioren-Pension Möller in Ziethen bei Ratzeburg
Senioren-Pension Möller in Ziethen bei Ratzeburg
Senioren-Pension Möller in Ziethen bei Ratzeburg
Senioren-Pension Möller in Ziethen bei Ratzeburg
Senioren-Pension Möller in Ziethen bei Ratzeburg

Konzept - Senioren-Pension Möller in Ziethen

1. Unser Pflegekonzept

Das gesamte Pflegekonzept können Sie sich hier herunterladen. In diesem Dokument ist alles zusammengefasst, was für Sie wichtig ist. Wenn Sie dazu noch Fragen haben, rufen Sie einfach an!

2. Unser psychosoziales Betreuungskonzept

1. Einführung
In unserem Pflege- und Betreuungskonzept erklären wir, dass wir unseren pflegefachlichen Schwerpunkt in der Pflege und Betreuung von Wachkomapatienten und Demenzkranken sehen. Durch eine familiäre Atmosphäre in unserem Hause möchten wir ein besonderes Gefühl von Zuwendung, Geborgenheit und Liebe vermitteln.

Dieses halten wir nach wie vor für einen wichtigen und entscheidenden Punkt in der gesamten Betreuung. Dieses psychosoziale Betreuungskonzept ist als Ergänzung und detaillierten Benennung dieser Herausforderung und Aufgabenstellung zu sehen.

Für besonders wichtig halten wir, dass die Betreuung, ganz gleich welcher Art, würde- und respektvoll gestaltet werden muss. Dem Heimbewohner soll Spaß, Freude und Selbstwertgefühl vermittelt werden. Es sollen eingeschlafene Interessen geweckt und neue gefunden werden. Eine Betreuung nach der Art einer „kindergartenähnlichen Beschäftigung“ würde unser Ziel völlig verfehlen.

2. Zielgruppe
Jeder unserer Bewohner soll die Möglichkeit der psychosozialen Betreuung erhalten können. Unter Berücksichtigung der Fähigkeiten und Fertigkeiten, des Krankheitsbildes sowie des Wunsches eines jeden Einzelnen ist hier ein individueller Blickwinkel Voraussetzung. Diese Betreuung ist besonders angedacht für Menschen, die in ihrer Alltagskompetenz eingeschränkt sind und dieses von Ihrer Pflegekasse bestätigt wurde. In diesem Fall zahlen die Pflegekassen Gelder an uns.

3. Ziel der psychosozialen Betreuung
  • Aktivierung bzw. Reaktivierung
  • Erhaltung vorhandener Fähigkeiten
  • Steigerung der Selbstversorgungskompetenzen
  • Annahme und Umgang mit erforderlichen Hilfen und Hilfsmitteln
  • sinnvolle und zweckmäßige Tagesstrukturierung
  • Pflege und Förderung von sozialen Kontakten
  • Identifizierung mit dem eigenen Ich
  • Erfahrung von Sinn-Zusammenhängen
  • Förderung des Sicherheitsgefühls
  • Hilfe bei der Umstellung vom häufigen Alleinsein zum Gemeinschaftsleben in unserem Haus

4. Räumliche und sächliche Ausstattung
Unsere Einrichtung ist mit 37 Pflegeplätzen sehr gut überschaubar. Die verhältnismäßig schmalen Flure bieten in Nischen ausreichend Sitzmöglichkeiten. Die verschiedenen Flure sind farblich unterschiedlich gestaltet. Dabei sind gemeinsam mit den Bewohnern helle, freundliche Farben gewählt worden. Auch mit den Bildern an den Wänden versuchen wir Orientierungshilfen zu geben. So befinden sich beispielsweise in einem Flur vorwiegend Tierbilder, in einem anderen Stickbilder usw.

Türschilder mit Namen und einfachen Bildern, mit denen der Bewohner sich meistens identifizieren kann, haben sich bei der Wiederfindung des Zimmers als sehr hilfreich erwiesen.

Überall im Haus angebrachte gut lesbare Kalender und Uhren helfen unseren Bewohnern bei der zeitlichen Orientierung.

Unsere Einrichtung verfügt seit dem 01.06.2011 über einen separaten Therapieraum im Nachbarhaus. Es werden aber auch die vorhandenen Speise- und Aufenthaltsräume genutzt. Dieses gibt Bewohnern, die eine aktive Teilnahme an der Beschäftigung ablehnen, die Möglichkeit, Zuschauer zu sein und somit unter Umständen zum Mitmachen motiviert zu werden.

Eine besondere Herausforderung sehen wir in der Betreuung unserer Wachkomapatienten. Hier arbeiten wir mit regelmäßig wechselnden, bunten Tüchern an der Zimmerdecke (Farbtherapie), mit verschiedenen Gerüchen (z. B. Parfümdüften naher Angehöriger), mit Musik, aber auch mit einfühlsamem Reden.

Unsere Einrichtung verfügt über verschiedene Materialien für die Beschäftigung, die ständig ergänzt werden, so zum Beispiel über
  • Gesellschaftsspiele
  • Gegenstände, die den Tast- und Geruchssinn aktivieren
  • Materialien für gymnastische Übungen (Softbälle, Soft-Kegelspiel, Stretch-Bänder usw.)
  • Materialien zur künstlerischen Gestaltung (Malfarben, Stifte usw.)
  • großes Angebot an Bücher und Zeitschriften
  • Spiele für Gedächtnistraining
  • diverse Angebote an Ausflügen mit dem betriebseigenen Behindertenbus
  • mehrere Musikanlagen und Fernsehgeräte sowie CD’s

5. Weitere Angebote
  • Lese- bzw. Bibelstunden
  • Spaziergänge an frischer Luft
  • gemeinsames Singen, Reimen und Erzählen
  • gemeinsame Einkäufe
  • Hilfe bei der Erledigung der persönlichen Post
  • Hilfe bei der individuellen Gestaltung (z. B. Handarbeit, Puzzle usw.)
  • Einzelgespräche zur Bewältigung der Vergangenheit und Mutfindung für die Zukunft
  • Organisation von Geburtstagen und anderen Festlichkeiten mit den Angehörigen in unserem Hause
  • Einbeziehung in den Alltag, Hinzuziehen zu hauswirtschaftlichen Tätigkeiten zur Erhaltung und Steigerung des Selbstwertgefühls
  • Einbeziehung in die räumliche Ausstattung und Gestaltung unserer Einrichtung
  • Unterstützung bei gegenseitigen Hilfestellungen der Bewohner. Neben den geplanten Veranstaltungen legen wir großen Wert auf individuelle Gespräche. Unsere Bewohner gehören zu einer Generation, die es nicht gelernt hat, über Sorgen, Probleme und Wünsche öffentlich zu reden. Einzelgespräche, gerade im Rahmen der Bezugspflege und –betreuung, lassen die Bewohner offener über gewisse Dinge reden. Gemeinsam mit Angehörigen können wir so viele Wünsche erfüllen und Probleme lösen.

6. Kenntnisnahme von Beschäftigungen
Ein für die Woche aufgestelltes Beschäftigungsangebot wird auf einladende Weise gestaltet und an die Informationstafel im Eingangsbereich für die Bewohner ausgehängt.
Hier können sich die Bewohner und auch Angehörigen informieren. Vor Beginn der Veranstaltung werden die Bewohner persönlich angesprochen und zum Mitmachen motiviert. Bei Ablehnung wird nach individuellen Wünschen und Vorschlägen gefragt.

Ein Mitarbeiter/Eine Mitarbeiterin ist für die Beschäftigung verantwortlich. Er/Sie erarbeitet gemeinsam mit dem Team und den Bewohnern Beschäftigungspläne und ist für die Delegation und Organisation der Vorbereitungen und der geplanten Durchführung verantwortlich.

7. Personelle Ausstattung und Qualifikationen
Unsere für die Betreuung zuständige Mitarbeiterin ist über die gesetzlichen Vorschriften hinaus ausgebildet und ist 40 Stunden/Woche beschäftigt. In der Regel von Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr.

Unser Haus vermittelt freiberufliche Therapeuten, die auf ärztlicher Anordnung, unser Anraten und den persönlichen Wunsch des Bewohners hin, in unsere Einrichtung kommen.

Wir arbeiten mit der psychiatrischen Abteilung des Johanniter-Krankenhauses Geesthacht zusammen, wodurch besonders unseren Dementen gezielt psychiatrische Betreuung zugutekommt.

Unsere Mitarbeiter haben an gerontopsychiatrischen Seminaren teilgenommen und werden hier regelmäßig weitergebildet. Auch Seminare zum Thema „Validation“ wurden und werden besucht. Praktika in anderen Einrichtungen dienen dem Erfahrungsaustausch und der Weiterbildung. Eine Mitarbeiterin wird derzeit zur gerontopsychiatrischen Fachkraft ausgebildet.

Zwei unserer Mitarbeiter sind zur gerontopsychiatrischen Fachkraft ausgebildet.

8. Qualitätssicherung
Jede Maßnahme der Betreuung wird dokumentiert. Hierzu gehören genaue Eintragungen in das Therapieblatt der Pflegedokumentation. Protokolle sind dann notwendig, wenn ein Abzeichnen im Therapieblatt nicht ausreichend ist, z. B. Zusammenkünfte des Bewohnerbeirates.

9. Änderungen des psychosozialen Betreuungskonzeptes
Da wir uns zum Ziel gesetzt haben, nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu pflegen und betreuen, erfordert dieses auch eine ständige Verbesserung bzw. Ergänzung dieses Konzeptes. Ersichtlich ist dieses an der unter dem Inhaltsverzeichnis ausgewiesenen Fassung.